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M&A · 6 Min. Lesezeit

Der technische Berater im Zeitplan der Transaktion, nicht in dem der Technik

Bei einer laufenden Transaktion ist nicht die Analyse der limitierende Faktor. Es ist der Kalender. Was ein technischer Berater liefert, wenn der Zeitplan feststeht.

Frage zur Anlage stellen

Der Zeitplan der Technik und der Zeitplan einer Transaktion folgen unterschiedlichen Gesetzen. Eine technische Prüfung endet, wenn die Arbeit fertig ist; eine Transaktionsprüfung endet am Donnerstag, weil die Angebote am Freitag vorliegen müssen. Ein technischer Berater, der im zweiten Takt nicht arbeiten kann, nützt in einer Transaktion nichts, so gut sein Bericht am Ende auch sein mag.

Vor der Angebotsabgabe: ein Portfolio screenen

Die erste Aufgabe ist Triage, nicht Due Diligence. Welche Anlagen im Portfolio verdienen die volle Aufmerksamkeit, und welche tragen ein Risiko, das das Gebot verändern oder die Anlage ganz herausnehmen würde? Eine Seite je Anlage, drei Risiken je Seite, geliefert, solange die Bietstrategie noch entsteht. Der Wert liegt hier im Weglassen: früh zu wissen, welche zwei von elf Anlagen den Aufwand nicht wert sind.

Im Datenraum: prüfen, was vorgelegt wird

Auf der Käuferseite geht es darum, die Darstellung des Verkäufers zu prüfen: Ertrag, Zustand, Verträge, Genehmigungen und die Lücken dazwischen. Auf der Verkäuferseite gilt das Spiegelbild: eine Unterlage zusammenstellen, die ein Außenstehender schnell nachvollziehen kann, und die Fragen kennen, bevor sie gestellt werden. Beide Seiten profitieren von derselben Disziplin, nämlich sauber zu trennen, was dokumentiert ist, und was nur behauptet wird.

Beim Signing: die technischen Anlagen

Der dauerhafteste Beitrag eines technischen Beraters in einer Transaktion ist nicht der Bericht, sondern die Formulierungen, die im Vertrag landen. Aufschiebende Bedingungen, geknüpft an eine Genehmigung oder einen Netzmeilenstein, Garantien, die den zugesicherten technischen Zustand benennen, und ein Mängelplan mit Verantwortlichen und Terminen. Ein Befund, der im Bericht bleibt, ist Information. Derselbe Befund im Vertrag ist Schutz.

Nach dem Signing: der Abschluss

Offene Punkte schließen sich selten von selbst. Jemand muss den Mängelplan nachverfolgen, die Behebungen prüfen und bestätigen, dass die Bedingungen erfüllt sind. Diese Phase ist kurz, unspektakulär und wird regelmäßig weggelassen; deshalb tauchen offene Punkte aus einer Transaktion oft als Feststellungen in der nächsten wieder auf.

Was es im Dealkalender funktionieren lässt

Zwei Dinge: Umfang und Prüftiefe vor Beginn schriftlich zu vereinbaren, und dass derjenige, der die Analyse macht, auch die Fragen des Käufers beantwortet. In einem gedrängten Zeitplan gehen die Tage genau an der Übergabe zwischen Analyst und Vortragendem verloren.

Wo daraus Arbeit wird

Die Leistung hinter diesem Beitrag

Die technische Arbeit in den Zeitplan der Transaktion einzupassen, ist bereits die Beratungsleistung.

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